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„Vor der Reise“
Impfungen
Nicht empfohlen, aber in gewissen Fällen obligatorisch:
- Gelbfieber: Impfung obligatorisch (nicht für Flughafentransit-Passagiere) bei Einreise innerhalb 6 Tagen aus Gelbfieber-Endemiegebiet (nicht bei dortigem Flughafentransit)
Für alle empfohlen:
- Diphtherie, Hepatitis A, Tetanus
- Masern: vorzugsweise mit MMR-Impfstoff
Anmerkung: Hepatitis A – keine Impfung, wenn Sie diese Krankheit durchgemacht haben.
Für Risikogruppen empfohlen:
- Hepatitis B
- Cholera
- Typhus
- Japan. Enzephalitis: Monate Mai – Oktober, vor allem in der Gegend von Hanoi
- Tollwut: verbreitet
„Während der Reise“
Malaria
Allgemeines:
- Langzeitaufenthalt: für Aufenthalte von mehr als 3 Monaten gelten die Angaben für die ersten 3 Monate. Danach lokale Empfehlungen berücksichtigen.
- Medikamente: sollen nur auf Rezept eingenommen werden. Homöopathische Malariamittel haben keine nachweisbare Wirkung und werden bei dieser lebensgefährlichen Krankheit weder zur Vorbeugung noch zur Therapie empfohlen.
Malariagebiete: Risiko im ganzen Land <1500m; höheres Risiko in den 3 zentralen Hochlandprovinzen Dak Lak, Gia lai und Kon Tum und in den 3 Südprovinzen Ca Mau, Bac Lieu und Tay Ninh. Malaria frei sind nur die großen Städte, der Delta des Roten Flusses und die Küste Zentral Vietnams. Siehe mediScon Outbreak News.
Übertragungsmonate: ganzjährig, also Januar bis Dezember
Bei einer Aufenthaltsdauer von weniger als 1 Woche im Risikogebiet:
- Ein Notfallmedikament (in Absprache mit dem Tropenmediziner) mitnehmen.
Bei einer Aufenthaltsdauer von 1 – 12 Wochen im Risikogebiet:
- Für das ganze Land gilt: ein Notfallmedikament (in Absprache mit dem Tropenmediziner) mitnehmen.
- ggf. vor der Reise eine medikamentöse Malariaprophylaxe mit dem Arzt besprechen.
AIDS
HIV-Bestimmungen: gewisse Länder verlangen für Langzeitaufenthalte einen HIV-Test, vor allem von Einwanderern, zum Teil von Studenten, Arbeitnehmern oder auch Reisenden. Da diese Vorschriften häufig wechseln, erkundigen Sie sich bitte beim Konsulat des Landes. An AIDS erkrankte Personen sollten Reisen in tropische Länder unterlassen, da bei Infektionen bedrohliche Komplikationen auftreten können.
Sonstiges:
Reiseapotheke: regelmäßig benötigte Medikamente, Verbandmaterial, fiebersenkende Mittel und Medikamente gegen Reisedurchfall mitnehmen. Andere Medikamente sprechen Sie bitte mit Ihrem Hausarzt oder Apotheker ab. Präservative: für gefahrlosen Sex Reiseversicherung: mediScon empfiehlt unbedingt den Abschluss einer Reisekrankenversicherung.
Sicherheit:
Bei ersten Anzeichen einer Malaria (grippeähnliche Symptome wie Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen, usw.) ab dem 7. Tag nach erstmaligen Betreten eines Malariagebietes, sollten Sie sofort (innerhalb von 12 Stunden) einen Arzt aufsuchen, damit eine Malaria ausgeschlossen werden kann. Ist dies nicht möglich, müssen Sie von einer Malariaerkrankung ausgehen und mit dem Notfallmedikament entsprechend den Einnahmevorschriften eine Behandlung beginnen. Danach sollte unbedingt ärztliche Hilfe aufgesucht werden.
Mückenschutz:
Achten Sie Tag und Nacht auf einen guten Mückenschutz (durch hautbedeckende Kleidung, Repellentien, Mückennetze usw.). Weitere Informationen finden Sie u.a. auf der Internetseite www.mediScon.de unter „Insekten-ABC“.
Verpflegung:
Gut gekochte/durchgegarte und frisch zubereitete Speisen vorziehen. Nur industriell abgefülltes Wasser mit intaktem Verschluss oder gekochtes, filtriertes oder chemisch entkeimtes Wasser trinken. Meiden Sie Eiswürfel. Gemüse und Früchte selber waschen, trocknen und schälen. Achtung: Rohe Salate, Wurstwaren, rohe oder nicht durchgegarte/-gebratene Meeresfrüchte, Mayonnaise, Eiscreme, Butter, usw. besser meiden. Hygiene: Regelmäßig Hände waschen und nur saubere Handtücher verwenden.
Sonne:
Kein Sonnenbad von 11.00 bis 15.00 Uhr. Unbedingt Sonnenhut, Sonnenbrille mit nachgewiesenem UV-Filter, und Sonnencreme mit hohem Schutzfaktor nutzen.
Sex:
Ungeschützter Sex (einmal genügt!) kann AIDS, Hepatitis B, usw. übertragen.
Diverse Regeln:
Nicht barfuss laufen (Infektionsgefahr) – Keine Akupunktur und Tätowierung – Keine Ohr- oder andere Piercings setzen lassen – Auf Baden in Binnengewässern verzichten (Bilharziose-Risiko).
„Nach der Reise“
Bei Auftreten von fieberhaften Erkrankungen, Durchfall oder anderen Symptomen sollten Sie unbedingt Ihren Arzt aufsuchen und ihn auf Ihre Reise hinweisen.
Malaria: Bei Anzeichen einer Malaria (Fieber, grippeähnliche Symptome, Abgeschlagenheit,…) sollten Sie sofort Ihren Arzt aufsuchen und ihn auf Ihre Reise hinweisen.
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