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In vorangegangenen Abschnitten dieser Geschichte, wurde geschildert, dass auch die Vietnamesen immer wieder auf Eroberungszüge gingen. Beginnend mit dem 10. Jahrhundert hatte Đai-Viêt ein Bevölkerungswachstum zu verzeichnen. In Folge dessen zogen die Vietnamesen auf der Suche nach neuen Anbaugebieten für Reisfelder nach Süden. Hauptsächlich entlang der Küstengebiete. Die neu erschlossenen Gebiete wurden zumeist von zum grossen Teil nomadisch lebenden Bewohnern besiedelt, welche sich der Jagd und dem Fischfang widmeten. Man kann sich das so vorstellen, dass Vietnamesen die Ländereien einfach in Besitz nahmen und landwirtschaftlich bestellten. Kaiserliche Truppen folgten und sicherten die so in Besitz genommenen Gebiete. Hinzu kam, dass Champa sich im 11. Jahrhundert mehr und mehr dem Druck Đai-Viêts beugen musste und sich weiter zurückzog. Champa selbst wurde aufgrund von Thronstreitigkeiten von Unruhen erschüttert. Das sollte allerdings Champa nicht davon abhalten vietnamesisches Territorium immer wieder zu überfallen und zu verwüsten. Aufgrund dessen entsandt Đai-Viêt eine Strafexpedition in die Umgebung von Hue und schlug die Streitkräfte Champas und eroberte die Hauptstadt Vijaya. Der König Champas fiel in der Schlacht und die Königin geriet in Gefangenschaft. Die Überlieferung besagt, dass sich die Königin Mi Ê im Fluss ertränkte, als sie der Herrscher Đai-Viêts zu sich auf die Dschunke bestellte. Daraufhin liess ihr der Herrscher an dieser Stelle einen Tempel errichten. Die gefangenen Krieger Champas verteilte er auf die verschiedensten neuen Dörfer in den eroberten Gebieten und schenkte ihnen Land.

Zwar existierte das Königreich Champa auch weiterhin, jedoch musste es an den Hof von Đai-Viêt Tribut entrichten. Als der neue König Champas, Rudravarman III. (Chê Cu) den Thron bestieg, rüstete dieser eine neue Armee und Flotte aus und beabsichtigte gegen Đai-Viêt zu Felde zu ziehen. Doch auf den Angriff Champas hin, schlug Đao-Viêt umgehend zurück. Zuerst wurde die Flotte Champas an der Mündung des Đai-an (Sông Đay) besiegt. Danach landete die Flotte Đai-Viêts im Osten Vijaya’s in der Bucht von Nươc-măn. Das Schicksal der Hauptstadt Vijaya und später auch des geflüchteten Königs Rudravarman III. war besiegelt. Er und 50.000 Krieger seiner Armee wurden gefangen genommen. Später wurde der König von Champa im Austausch gegen weitere Ländereien in die Freiheit entlassen.

........... Fortsetzung folgt!

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Quelle: Zusammenfassung orientiert nach der Darstellung von “3000 Jahre Vietnam” von Lê Thành Khôi
Kindler Verlag GmbH München, Ausgabe 1969


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