Banner_HomepageE
p102
erlebe vietnam
BannerJK_Net1
vietnam shop

Der Einfluss des Buddhismus

560 v. Chr. wurde im Königreich Kapilavastu in Indien Siddharta (Shakyamuni) als Sohn des Fürsten geboren. Dieses Königreich befand sich an der Grenze zu Nepal. Von Geburt an wurde Siddharta durch die Fürstenfamilie und dem Hofstaat von dem realen Leben ausserhalb des Palastes isoliert. Doch eines Tages lernte er bei einem Ausflug Leid, Elend und Tod der Menschen kennen. Daraufhin verliess er den Palast und das Leben bei Hofe um ein Leben als Eremit zu führen. Die Überlieferungen erzählen, dass er nach sieben Jahren der Wanderschaft und Entbehrungen die Nutzlosigkeit der Askese erkannte. In Gayâ unter einem bodhi-Baum erlebte er die Erleuchtung und wurde zum Buddha. Er erkannte das Gesetz des weltweiten Leidens des Lebens, welches durch die Seelenwanderung noch grösser wird. Die Erleuchtung bestand darin, dass alles Leid nur durch die Abkehr von der Begierde nach dem Leben abgestreift werden kann. Dieses Nirvâna erreicht man über den “achtfachen Weg”, der rechte Anschauung und Gesinnung, rechtes Reden und Handeln sowie die Übung in den sechs Haupttugenden fordert. Diese sechs Haupttugenden sind die sittliche Vollkommenheit, die Geduld, das selbstlose Schenken, das transzendente Wissen (das Wissen welches die Grenzen der Erfahrung und des sinnlich warnehmbaren überschreitet), die unbegrenzte Güte gegenüber allen Lebewesen und die Willenskraft.

Die Bevölkerung in Indien war in dieser Zeit in streng voneinander gesonderten Kasten gegliedert. Sie wurde von einer Minderheit von Brahamanen und Kschatriyas berherrscht. Der Buddhismus wurde von den Brahamanen, die den offiziellen Hinduismus vertraten argwöhnisch beobachtet. Diese Brahamanen bangten um ihre Autorität und Vorrechte. Ungefähr zu Beginn der christlichen Zeitrechnung spaltete sich der Buddhismus in zwei Strömungen. Das Hinayâna (das Kleine Fahrzeug) und das Mahâyâna (das Grosse Fahrzeug). Beide Strömungen nahmen Bezug auf den Buddhismus. Aber das Hinayâna zielte auf das Heil des Einzelnen, wärend das Mahâyâna zum Ziel hatte alle Lebewesen zu erlösen, damit sie in dieser und anderen Welten zu Buddhas werden und war nicht so streng wie der Buddhismus des Kleinen Fahrzeugs. Der in Vietnam und China praktizierte Buddhismus war das Mahâyâna. Wogegen das Hinayâna auf dem Gebiet des heutigen Kambodscha, Laos, Thailand und Burma praktiziert wurde. Den Brahamanen gelang es den Buddhismus aus Indien zu vertreiben. Nach und nach erlangte der Buddhismus allerdings grossen Einfluss in den benachbarten Ländern. Durch die Eroberungen der Han und damit verbunden der Erweiterung des Reiches der Han bis zum Pamir, sowie die Ausweitung der Seidenstrasse bis nach Indien, gelangte der Buddhismus im I. Jahrhundert nach China. Später, im 2 Jahrhundert erreichte der Buddhismus Giao Chi (Nordvietnam).

Viele Gelehrte und Mönche waren unter den Han Gewalttaten ausgesetzt und flüchteten in die südlichen Provinzen. Es waren zumeist Taoisten. Sie widmeten sich der Verehrung der Götter und Genien und trachteten nach der Unsterblichkeit. Mou Tse (auch Mou Po bzw. Mâu Bac genannt) war einer von diesen Mönchen. Er studierte von 194 - 195 die Gesetze des Buddhas und trat später zum Buddhismus über, so wie es später viele Chinesen taten. Gegen Ende des 2 Jahrhunderts “eroberte” der Buddhismus endgültig Giao Chi, wobei diese Entwicklung besonders durch den Zustrom indischer Kaufleute begünstigt wurde. Im 3 Jahrhundert landete der Inder Mârajìvaka in Fu Nan. Mârajivaka vollbrachte auf seinem Weg nach Giao Chi und später nach Kanton viele Wunder wodurch er viele Anhänger seiner Lehre gewann. Als die Regierungszeit des Kaisers Hui (Chin Dynastie) zu Ende ging, begab er sich nach Lo Yang. Aufgrund der dort beginnenden Unruhen kehrte er aber nach Indien zurück.

Der Buddhismus hatte, im Gegensatz zu den strengen Regeln des Konfuzianismus, aufgrund seiner Milde und Nächstenliebe auf das ungebildete Viêt-Volk eine grosse Wirkung. Das Viêt-Volk wurde sowohl durch die fremden als auch den einheimischen Herren unterdrückt. Auch konnte es keinen Platz in dem Konfuzianismus finden, welcher die Moral der herrschende Klassen darstellte. Giao Chi wurde aufgrund seiner Lage eine Brücke zwischen Indien und China und somit breitete sich der Buddhismus von Giao Chi nach China aus. Der Buddhismus erreichte in der Zeit der Dynastien "Früher Le" (980-1009) und "SpäterLy" (1010-1225) seinen Höhepunkt. Sowohl der König, der Adel als auch das ganze Volk waren "tief vom Buddhismus durchgedrungen.

zurück

Übersicht

vorwärts

Quelle: Zusammenfassung orientiert nach der Darstellung von “3000 Jahre Vietnam” von Lê Thành Khôi
Kindler Verlag GmbH München, Ausgabe 1969


[Vietnam Start] [Vietnam Übersicht] [Vietnam Allgemeines] [Vietnam Geschichte] [Vietnam Wirtschaft] [VietnamTourismus] [Vietnam Literatur] [Vietnam Künstler] [Vietnam Fotos] [Vietnam Hilfe]
[Vietnam Adressen/Kontakte] [Gastautoren] [Weltnachrichten] [Kontakt] [Disclaimer] [Impressum]

[Vietnam Shop]

erfolgreichsuchen1